Konstellation

 

Wer mit wem?

 

Bei der Auswahl eines harmonischen Pärchens oder einer Gruppe spielt unter andrem das Geschlecht eine Rolle aber auch der individuelle Charakter ist ganz wichtig.

 

Häsin und Häsin:

 

Die Haltung von zwei Häsinnen oder reinen Häsinnengruppen ist recht schwierig. In Einzelfällen geht dies gut, ist aber für Liebhaberhaltungen gerade bei unerfahrenen Haltern nicht zu empfehlen. Als Jungtiere vertragen sie sich meist noch gut, doch wenn dann die erste Hitze kommt und die Hormone sprießen, kommt auch das Gezicke und schnell wird aus einen harmonischen Schwesternpaar ein regelrechter "Bitch-fight". Dies kann auch starke Verletzungen mit sich ziehen, oftmals muss dann ein Kastrat dazugeholt werden, der wenn er wesensfest ist auch für Ruhe sorgt. Für eine reine Häsinnenhaltung  muss der Halter wirklich seine Tiere kennen und das auch wie sie sind wenn sie erwachsen sind, wie sie reagieren wenn sie hitzig sind etc. Daher rate ich von dieser Konstellation ab und gebe auch meine Nachzuchten nicht in solch eine Haltungsform.

 

Häsin und Rammler:

 

Die klassische Pärchenhaltung ist ganz gut zu händeln und wird meist empfohlen. Aber auch hier gilt dass hier nicht alle Tiere zueinander passen und auf den Charakter geachtet werden muss. Der Rammler sollte natürlich kastriert sein (mit absitzen einer mind. 10 tägigen Kastrationsfrist) um ungewollten Nachwuchs zu vermeiden. Wichtig ist hier auch zu beachten, dass Häsinnen öfters im Jahr hitzig werden und dann mitunter den Kastraten bedrängen (berammeln, jagen etc.), sollte dieses Verhalten zu stark auftreten, zu lange andauern oder sehr häufig auftreten, sollte auch hier über eine Weibchenkastration nachgedacht werden, denn solche Verhaltensweisen sind oftmals erste Indikatoren für Veränderungen am Gebärapparat.

 

Rammler und Rammler:

 

diese Konstellation ist für mein Empfinden eine sehr gute Idee, insofern auf einiges geachtet wird. Die Rammler sollten beide kastriert sein, das ist die Grundvoraussetzung! Die beiden Herren sollten möglichst jung zusammengesetzt werden und auch zeitig kastriert werden sein. Bei frühkastrierten Rammlern ist die Gefahr geringer, dass sie die typischen Rammlerallüren zeigen, ebenso vorteilhaft ist es wenn die Herren sich schon von klein auf kennen. Auch eine Zusammensetzung von älteren Kastraten ist möglich insofern sie von ruhigen und devoten Gemüt sind. Der Vorteil bei der Rammlerhaltung ist, dass keiner hitzig wird und den anderen dann bedrängt. Ich möchte nochmals betonen, dass es unerlässlich ist die beiden zeitnah zu kastrieren, auch wenn sie erst so gut zusammen leben... es kann jederzeit zu Kämpfen kommen , welche dann sehr heftig und brutal ausfallen und mit fatalen Verletzungen bis hin zum Tod enden können. Und dies kann auch noch nach Jahren einträchtigen Zusammenlebens passieren!

 

Was ist noch zu beachten?

 

Wichtig ist vor allem der Charakter! zu einen sehr territorialen und dominanten Tier kann man nur ein devotes Tier dazu setzen. Ruhige Tiere kann man immer auch zu ruhigen setzen. Das Alter spielt dabei keine große Rolle, es sei denn man setzt ein kleines Jungtier zu einem Alttier, dies sollte nicht vor der 16. Lebenswoche geschehen, da die kleinen vorher noch keinen Drang verspüren sich zu verteidigen und Bissverletzungen bei dem kleinen Körper schwerer ausfallen als bei adulten Tieren. Ebenso bei sehr alten Tieren die evtl. schone arge Einschränkungen und Gebrechen haben, sollte man kein Jungtier dazu setzen, ausgenommen es ist eine größere Gruppe wo noch andere Altersgruppen vorhanden sind, sonst ist der Senior schnell überfordert mit dem quirligen Jungtier und dem Jungtier ist rasch langweilig. Sollte man ein behindertes Tier haben, so sollte man sehr sorgfältig mit der Partnerwahl sein, je nach Art und Ausmaß der Behinderung... entweder man sucht sich dann ein Tier mit ähnlichen Problemen oder ein sehr ruhiges und einfühlsames Tier.

"Lieber gemeinsam als einsam" - harmonisches Zusammenleben von Mutter und Tochter in unserer Häsinnengruppe mit einem Kastraten

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